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"Kent Nagano, designierter Münchner Opernchef ab 2006, verspricht
Großes für die Zukunft. Die... immens anspruchsvolle Partitur
ist fabelhaft präzise einstudiert, das Orchester musiziert mit
einer nicht allabendlichen dynamischen und klangfarblichen Abstufung.
Nagano hat den weiten Atem für Lyrik und Steigerungen, Gespür
für feine Seelenregungen und Brittens Melancholie. Ein triumphaler
Erfolg." "Kein Dirigent ist besser geeignet für dieses Stück
als Kent Nagano. Denn hier wird ein Verfahren erprobt, das auch Olivier
Messiaen in der Märtyrerlegende 'Saint François d’Assise'
und John Adams in der Weihnachtsgeschichte 'El Nino' anwenden (zwei
ebenfalls kongenial von Nagano beherrschten Partituren): die Übersetzung
der romantischen Kunstreligion in ein gemäßigtes Idiom der
Moderne, fern vom Pathos und der klanglich ausufernden Gigantomanie
des 19.Jahrhunderts... Das zeigt Nagano unaufdringlich elegant, und
deshalb feiert das Publikum im Münchner Nationaltheater den Dirigenten,
der hier 2006 als Nachfolger Zubin Mehtas antritt, wie den Messias." "Auch musikalisch ist der Abend eine Wucht. Dass Kent Nagano...
ganz ähnliche klangliche Visionen hat wie Pierre Boulez... verwundert
dabei wenig. Wie sein Meister lässt er... die weihevoll-sakralen
Gipfelgänge natürlich strömen, taucht ein in die geheimnisvolle
Mystik, die Transzendenz und den unglaublichen Weltschmerz dieses Dramas." "Das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin spielt unter Kent Nagano
einen hinreißend klangschönen, transparenten, rhythmisch
präzisen und dynamisch ausgefeilten Wagner." "Nicht nur weil er Bernsteins Schüler war, ist Kent Nagano
der ideale Interpret des Werkes. Er ist einfach einer der offensten
und geistig beweglichsten Dirigenten der jüngeren Generation." |